Meine Eindrücke von den Treffen in Oświęcim und Kyjv

Das Jahr 2017 ist vorbei. Es war ziemlich voll von Ereignissen. Meine Teilnahme am internationalen Projekt „Geschichte beginnt in der Familie“ war für mich am interessantesten. Dank diesem Projekt konnte ich neue Orte entdecken, neue interessante Freunde kennenlernen. Zusammen waren wir in Lviv, und während des Zwischentreffens besuchten wir Vinnytsia. Wir reisten durch Polen, wo wir Oświęcim besuchten und am Ende des Jahres trafen wir uns wieder in Kiew. Ich möchte gerne meine Eindrücke von beiden Treffen teilen.

Zuerst möchte ich über Oświęcim, die Stadt mit einer sehr interessanten und beeindruckenden Geschichte, erzählen.

Das Hauptziel unserer Reise war der Besuch der ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslager „Auschwitz“ und „Auschwitz-Birkenau“. Jetzt gibt es da Museen, die jährlich Tausende von Besuchern aus der ganzen Welt locken. Erstens, was Ihnen auffallen wird, wenn Sie das Konzentrationslager „Auschwitz I“ sehen, ist die Inschrift auf den Toren: „Arbeit macht frei“. Da gibt es endlose Stacheldrahtleitungen, die während der Konzentrationslager elektrifiziert wurden.

Während der Tour durch die historischen Stätten waren wir voller Angst vor dem, was wir gesehen und gehört haben. Die Gegenstände der Gefangenen, die auf dem Territorium der Konzentrationslager gefunden wurden, sind die Gegenstände, die zum persönlichen Gebrauch der Menschen gehören. Z.B. Körperpflegeprodukte, Geschirr, Brillen, Kleidung, Schuhe usw. In der Hoffnung an neues Leben, nahmen die Menschen alles mit, was sie brauchten. Sie konnten solche schreckliche Täuschung nicht erwarten.

Die Atmosphäre ist düster und entmutigend in den Kasernen und Hinrichtungsstätten, die in der Nähe von den Gaskammern und Müllverbrennungsanlagen sind. In einer Kaserne der Auschwitz I befindet sich ein Erinnerungsbuch mit Namen aller Opfer des Konzentrationslagers. Wenn man dieses Buch anschaut, kann man die Opfer der erzwungenen Ideologie und der betrügerischen Nazi-Propaganda finden.

Am Ende des Besuchs hat man Gefühl von Schmerzen und Entsetzen. Man möchte so laut wie möglich schreien: „Dieser Horror soll in der Geschichte der Menschheit niemals wiederholen!“

Dieser Gedanke verfolgte mich den ganzen Weg von Oświęcim nach Krakau. Diese Stadt war der letzte Ort, den wir in Polen besuchten. In Krakau hatten wir die Gelegenheit, etwas über die Geschichte und Architektur dieser alten Stadt zu erfahren.

Im Jahr 2017 fand unser letztes Treffen in Kyjv statt.

Die Hauptstadt der Ukraine ist voller historischer Stätten. Der erste Ort, den wir in Kyiv besuchten, war das Museum des ukrainischen Sicherheitsdienstes, in dem zahlreiche Dokumente und persönliche Aufzeichnungen aufbewahrt werden. Diese Dokumente beweisen Inhaftierungen und Erschießungen von Millionen Menschen, die Opfer von KGB und NKWD wurden. Dort hatten wir die Gelegenheit, die geheimen Dokumente anzuschauen.

Den nächsten Tag verbrachten wir in „Babi Yar“, wo während des Zweiten Weltkrieges viele Kyiver getötet wurden. Während der Sowjetunion wurde es verboten, Blumen an diesen Ort zu bringen oder die die Opfer auf andere Weise zu ehren. Nun gibt es Gedenkstätten, die den Opfern von Babi Yar gewidmet sind. Unter ihnen sind: das hölzerne Kreuz zum Gedenken an die OUN-Mitglieder, die von der Gestapo erschossen wurden, das Olena Teliha-Denkmal, das Denkmal für erschossene Kinder, das Denkmal für die Roma-Opfer. Das Denkmal «Menora» für die ermordeten Juden ist das größte in Babi Yar.

Nach der Tour sollten wir wir Besucher in Babi Yar interviewen. Das Ziel der Umfrage war herauszufinden, was Babi Yar für diese Besucher bedeutete. Die meisten von ihnen sagten, dass der Ort aus historischer Perspektive sehr wichtig ist und ein bekanntes Wahrzeichen in der Erinnerung von ermordeten Millionen Menschen ist. Einer der Befragten kommt aus Israeli, der den Ort seiner Vorfahren besuchte. Für ihn ist dieser Ort mit einzigartiger Atmosphäre sehr wichtig.

Frohes Neues Jahr 2018 und Frohe Weihnachten! Ich wünsche euch allen, glücklich und gesund zu sein! Streben Sie nach neuen Abenteuern und Entdeckungen. Ich freue mich, Sie in Deutschland zu sehen. Frohe Feiertage und guten Rutsch ins Neue Jahr unter ruhigem Himmel!